Gesellschaft besser machen

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Reiner Klingholz: Wie wir die doppelte Überbevölkerung in den Griff bekommen

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Die Erde stöhnt unter der Last von acht Milliarden Menschen, und täglich werden es mehr. In den reichen Ländern verbrauchen wir zu viele Rohstoffe und Ressourcen, in den armen Teilen der Welt leben zu viele Menschen im Elend. Wie wir diese doppelte Überbevölkerung in den Griff bekommen, zeigt Reiner Klingholz in seinem neuen Buch »Zu viel für diese Welt«. Denn dem Erfolg der Menschheit stehen größte Risiken gegenüber. Klimawandel, Umweltverschmutzung, Artensterben und neue Krankheiten bedrohen unser aller Leben. Höchste Zeit also, unsere Erfolgsgeschichte zu überdenken und die Risiken zu minimieren.

Diana Huth spricht mit dem Demografie-Experten Reiner Klingholz, der davon überzeugt ist: Wenn wir endlich zukunftsorientiert handeln – Entscheidungsträger wie Konsumenten gleichermaßen – ist nicht nur genug für alle da, sondern erreichen wir sogar das Klimaziel für 2050.

Mehr Informationen über »Zu viel für diese Welt« von Reiner Klingholz unter: koerber-stiftung.de/publikationen/shop-portal/show/zu-viel-fuer-diese-welt-264


Kommentare

Körber-Stiftung
by Körber-Stiftung on
Lieber kritischer Frager, per Definition spricht man in der Biologie (A) von einer Überbevölkerung, wenn eine Population so stark wächst oder gewachsen ist, dass eine Versorgung mit dem Nötigsten (Nahrung, Wasser ...) nicht mehr gewährleistet ist. Bei Menschen gehören zu dem Nötigsten auch Gesundheitsdienste, Bildungsmöglichkeiten, Arbeitsplätze etc. Diese Form der Überbevölkerung ist vor allem in armen Ländern Asiens und Afrikas anzutreffen. Sie führt zu einer dauerhaften Armut und zu anhaltend hohen Fertilitätsraten, weil den Menschen Perspektiven für ein besseres Leben fehlen. Die Folgen sind in Form von Armut, sozialen Konflikten, Verteilungskämpfen, Binnenmigration, Übernutzung natürlicher Ressourcen etc. zu spüren. Man spricht aber (B) auch von einer Überbevölkerung, wenn eine Population mehr Rohstoffe verbraucht, als im gleichen Zeitraum nachwachsen können und wenn sie mehr Abfallstoffe hinterlässt, als die natürlichen Kreisläufe aufnehmen, bzw. abbauen können. Diese Form der Überbevölkerung findet sich in den reichen und Schwellenländern. Die Emission von Treibhausgasen und der dadurch angefachte Klimawandel ist nur ein Ergebnis dieser Überbevölkerung. (B) verursacht wesentliche größere und vor allem globale Schäden, ist also das größere Problem. Herr Klingholz beschreibt all das viel genauer und ausführlicher in seinem Buch, dass wir allen nur sehr ans Herz legen. Viele Grüße, Körber-Stiftung / Edition Körber
Kirtischer Frager
by Kirtischer Frager on
Ich kritisiere scharf den Begriff der Überbevölkerung für den Status quo zu nutzen, denn hier geht es schließlich um eine ungerechte Verteilung von Ressourcen. Es ist vielmehr die kleinere Zahl an Menschen, die den Großteil der Ressourcen nutzt. Herr Klingholz benutzt durch seine Wortwahl ein zweischneidiges Schwert. Der Begriff der drohenden Überbevölkerung wurde seit jeher für menschenfeindliche Ideologien und als Instrument für paternalistisches Handeln gegenüber sogenannten “Entwicklungsländern” genutzt. Wir sind noch nicht an dem Punkt an dem von einer aktuellen Überbevölkerung gesprochen werden sollte, da dies die Weltgemeinschaft spaltet.

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Über diesen Podcast

Haben wir angesichts großer Trends wie dem demografischen Wandel, der Digitalisierung oder der Globalisierung noch selbst in der Hand, wie wir unsere Gesellschaft gestalten? Diana Huth trifft Menschen, die sich mit dem Status quo nicht zufrieden geben und sagen „Das können wir besser machen!“. Welche Ideen haben sie und wer steht hinter dieser Idee? Die Protagonisten stammen aus all unseren Themenfeldern und begegnen uns im Rahmen unserer Stiftungsarbeit, bei Veranstaltungen und Publikationen. Der Körber-Stiftungs-Kurz-Podcast - in weniger als 30 Minuten.

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