00:00:00: Wir müssen die Gesellschaft nicht besser machen.
00:00:02: Wir müssen einfach akzeptieren, wie sie ist und das ist schon eine Menge.
00:00:07: Jetzt sagt jemand aber ich kann ja nicht akzeptiert, dass die Rechten dort sind.
00:00:11: Aber wir müssen das alle akzeptierten.
00:00:13: D.h.,
00:00:13: die Rechte müssen auch akzeptierend, dass jetzt hier die Migrantennummer sind.
00:00:25: Wie können wir Polarisierung begegnen?
00:00:27: Und Europa stärken?
00:00:29: Hi, ich bin Muster Scherzader und das ist Gesellschaft besser machen.
00:00:33: Ein Podcast der Körberstiftung!
00:00:34: Hier spreche ich alle zwei Wochen mit verschiedenen Menschen die genau diese Fragen bewegen.
00:00:44: Wir leben in einer Zeit in der Debatten oft schneller eskalieren bevor sie überhaupt beginnen.
00:00:49: Meinung prallen aufeinander, Fronten verhärten sich und nicht selten reden wir mehr übereinander als miteinander.
00:00:56: Doch was macht das mit unserer Gesellschaft?
00:00:58: Und wie kommen wir wieder ins Gespräch auch wenn wir mal nicht einer Meinung sind?
00:01:02: Genau darum geht es heute um die Frage warum der Dialog so wichtig ist und welche Rolle Kultur als Fundament für eine demokratische Gesellschaft spielt.
00:01:10: Zu Gast ist Michelle Abdulahi, Journalist, Autor, Moderator & Performance Künstler.
00:01:15: Als Mitgründer der Veranstaltungsreihe Kampf der Künste hat er die Hamburger Poetry-Slam-Szene maßgeblich geprägt.
00:01:21: Für seine Dokumentation im Nazi-Dorf lebte der Deutschirane einen Monat lang unter Neonazis in Jamel und wurde dafür für den deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet.
00:01:32: Nach seinem Bestzeller Deutschland schafft mich!
00:01:34: Erschien zu Jahrzehnten sein zweites Buch, Es ist unser Land – ein Plädoyer für demokratischen Zusammenhalt.
00:01:41: Er geht als ausgezeichneter Zuhörer, stellt unbequeme Fragen und nimmt kein Blatt vor den Mund.
00:01:46: So wie zuletzt bei seiner Rede im Taliatheater beim Prozess gegen Deutschland.
00:01:50: Heute darf ich ihm ein paar Fragen stellen!
00:01:53: Michelle Abdulahi – Ich freu mich sehr dass du da bist.
00:01:55: Oh Gott moin hei!
00:01:57: Warum
00:01:57: oh Gott?
00:01:58: Ja weil ich das mal so höre, denn ich wollte ja nicht immer nur ganz normaler Mensch sein der nicht so viel mit der Gesellschaft zu tun hat und jetzt will ich das immer lesen.
00:02:06: wenn es wird immer schlimmer.
00:02:08: Ich würde dich schon als normalen Menschen bezeichnen, aber deine Arbeit ist eben sehr gemerkt.
00:02:11: Ja ja, das gut!
00:02:13: Vielleicht
00:02:14: im nächsten Leben?
00:02:15: Es gibt viel zu tun in diesem Leben für
00:02:17: dich.
00:02:17: Du hast auf der Talier-Theaterbühne gesagt, merken wir eigentlich wie kalt es da draußen geworden ist.
00:02:23: Wann hast du das letzte Mal ganz konkret gespürt?
00:02:26: Gute Frage ich habe zwei verschiedenen Leben.
00:02:28: Das eine ist dass was in Öffentlichkeit passiert und das andere mein normales eigenes Leben ist.
00:02:33: Und in meinem normalen eigenen Leben nehme ich das alles überhaupt gar nicht wirklich wahr, weil ich da in meiner Welt bin und meine Welt hat sich im Grunde nicht verändert seit meiner Jugend.
00:02:42: Die Kontakte sind die gleichen, die Stimmungen sind die gleiche Ich gehe die gleichen Wege, mache die gleichen Dinge Da ist es gar nicht kalt, da ist es sehr warm.
00:02:52: Wenn ich dann in eine berufliche Welt komme und auch mit Menschen zu tun habe, mit denen ich in meinem privaten sonst nichts zu tun hab, frage mich warum ist es bei euch so kalt?
00:03:01: Bei mir so warm.
00:03:02: Und wie können wir das verändern?
00:03:05: dass bei euch auch Normalität einkehrt.
00:03:07: Du gehst ja explizit in diese kalten Regionen, sagen wir es mal rein um eben genau das herauszufinden und damit setzt du dich ja auch damit auseinander, wenn wir jetzt mal diesen kalt warmen Bild bleiben, dass Gespräche auch sehr kalt geworden sind.
00:03:22: also es eskaliert sehr schnell man ist entweder für oder gegen etwas es ist super schwarz-weiß geworden die Menschen werden gut und böse aufgeteilt.
00:03:30: was glaubst du?
00:03:31: woran liegt das?
00:03:31: warum können wir nicht mehr richtig miteinander streiten?
00:03:34: Es ist sehr einfach so zu sein.
00:03:36: Das darf man nicht vergessen, wenn du dich nur für links oder rechts entscheiden musst bleibt nichts in der Mitte übrig.
00:03:41: das heißt du kannst keine Abzweigung gehen Du kannst eigentlich nichts falsch machen, weil du bist stark positioniert.
00:03:48: Das hat auch ein bisschen der Dialog der letzten Jahre Social Media die Veränderung des Medienkonsums und so weiter haben dazu geführt.
00:03:55: wir brauchen Polarisierung um Aufmerksamkeit zu haben.
00:03:58: Wir wissen dass die Algorithmen durch Polarisierungen funktionieren und nicht mehr durch Diversität der Mitte.
00:04:03: Wenn was Schwammig ist Die Überschrift unklar ist Lies man den Artikel einfach nicht mehr.
00:04:08: Früher hat man das gemacht Entweder Interesse oder sehr viel Zeit.
00:04:12: Oder musst du irgendwas tun?
00:04:13: Und dann hast du ganz viele Zwischentöne gehört, du bist selber mit dir in den Dialog getreten.
00:04:19: Der Autor, sagen wir mal irgendeiner x-beliebigen Zeitung, irgendes x- beliebige Artikel hat dich an die Hand genommen und dir ganz viele Dinge erzählt.
00:04:26: Das was du im Fernsehen gesehen hast, die Bilder, die waren im Grunde wahr!
00:04:30: dass was dort war.
00:04:31: Da gab es gar keine Frage, ob das jetzt stimmt oder nicht stimmt.
00:04:33: Das war einfach so.
00:04:34: und vor der KI waren die Bilder, die wir gesehen haben auch zu ninety-neunzig, neun Prozent auch tatsächlich echte Bilder.
00:04:41: Das ist immer ein verloren gegangen, einfach durch den gesellschaftlichen Wandel und wir haben uns an die Pole verabschiedet.
00:04:47: und da sind wir jetzt und sagen wir sind irgendwie heilos überfordert mit allem wobei sich im Grunde gar nicht so viel verändert hat also streiten und starke Meinungen haben.
00:04:58: Ich meine, wenn man sich so SPD-CDU-Debatten aus den Siebzigern anschaut, dann sind das auch Pole.
00:05:05: Aber die Debatte wurde anders geführt.
00:05:07: Man hat die Meinung seines Gegenübers viel mehr respektiert, man hat sich weniger angegriffen gefühlt dadurch.
00:05:13: oder sagen wir mal, man war in seinem Bereich, war man im sicheren Hafen.
00:05:17: Heute hat man das Gefühl dass man selbst auf seine eigenen Position gar nicht so sicher ist.
00:05:20: Man verteidigt das die ganze Zeit!
00:05:22: Und dieses Verteidigen anstatt etwas hinzunehmen, zu akzeptieren, aufzusaugen, drüber nachzudenken.
00:05:30: All das was so dem Menschen inne ist.
00:05:32: Das haben wir weggelassen weil da ist sehr viel Arbeit.
00:05:34: Da musst du sehr viel dich auch mit dir selber beschäftigen und heute sagen wie immer ich bin überfordert und das war es!
00:05:40: Und ich frage mich aus welchem Grund ist diese in Saus und Brauss und im absoluten Wohlstand lebende Industrienation mit allem was man braucht an Möglichkeiten vor der eigenen Tür?
00:05:51: Wovon sind die Leute permanent überfordert?
00:05:53: Von unendlich vielen Krisen.
00:05:56: Eine Krise folgt der Nächsten und sie sind aber nicht vor unserer eigenen Haustür, aber man hört es und die Menschen denken glaube ich das kommt immer näher.
00:06:02: und auf was du gerade gesagt hast diese Entwicklung von Social Media die dazu beiträgt dass diese Zwischentöne eben verloren gehen dass wir an die Valenzen gar nicht mehr aushalten können und man bequem geworden ist.
00:06:10: Du sagst ja auch selber rechts und links sind auch sehr sehr laute Menschen Und dann gibt's in der Mitte Menschen die sind nicht mehr so laut Entweder bequem oder ängstlich.
00:06:18: Oder beides, es gibt solche und solche Fälle Und du legst ja genau bei diesen Menschen auch den Finger in die Wunde, indem du sagst Das ist nicht in Ordnung.
00:06:27: Ihr nehmt Demokratie als Natur gegeben hin Es ist nichts Selbstverständliches Und ihr könnt euch nicht darauf ausruhen, ihr müsst anfangen zu kämpfen.
00:06:36: Aber wie adressierst du das bei Menschen die eben ängstlich sind aufgrund der aktuellen Weltlage?
00:06:41: Weil sie sagen, dass mir alles zu schnell, das ist mir zu komplex und ich ziehe mich lieber ins Private zurück.
00:06:46: Ja dann müssen Sie auch für Deine Gesellschaft teilzunehmen, da müssen Sie doch Ihr Stimmrecht vorne abgeben Dann müssen Sie sich in irgendwas zurückziehen und dort wie so ein Einsiedler drin leben weil so geht es nicht.
00:06:55: Die Gesellschaft war immer komplex Es gab immer Krisen.
00:06:58: Diese Krisen waren immer sichtbar, es gab immer Zeitungen, es gibt immer Fernsehen.
00:07:02: Krisen waren immer vor unserer Tür.
00:07:04: Jetzt kriegen wir auch ein bisschen was mit, was noch ein bisschen weiter weg
00:07:07: ist.".
00:07:07: Wir kriegen das natürlich über Social Media auf eine andere Form gebündelt.
00:07:11: wieder diese ganzen Menschen die aber in dieser Mitte sitzen mit denen ich spreche zu den ich im Taliertheater auch gesprochen habe davon sind nicht irgendwie hundert Prozent auf Dauer Instagram.
00:07:22: Das ist eher ne andere Generation die überfordert es.
00:07:24: also wir müssen über eine wahrhaftige Überforderung von jungen Menschen sprechen dem, was wir ihnen in die Hand gegeben haben und auf die das einprasselt.
00:07:32: Wenn mir ältere Menschen erzählen sie sein von Krisen in der Welt überfordert ich mich also tut mir leid aber die waren immer schon da!
00:07:37: Der Ölpreis ist gestiegen.
00:07:38: jemand der heute achtzig Jahre alt ist hat das zehnmal in seinem Leben erlebt.
00:07:42: dass das so war, es ist gar nicht passiert am Ende des Tages.
00:07:45: Wir haben Kriege auch schon in Europa gehabt.
00:07:47: Ich glaube, ich gab es einen verheerenden Bürgerkrieg in Jugoslawien.
00:07:51: Auch da ist genau das Gleiche passiert was heute im Iran passiert!
00:07:55: Auch da wurde bombardiert und sind zivile Einrichtungen getroffen worden... wir haben das alles gesehen, das ist gar nichts.
00:08:00: soweit weg.
00:08:01: Es wird erwartet von der Gesellschaft, dass sie heute eine Lösung präsentiert.
00:08:05: Das wird von dir als Einzelner erwartet, dass du eine Lösung präsentierst.
00:08:09: oder vielleicht richtest du diese Erwartung auch an dich selbst.
00:08:12: Weil die Politik das was sie eins gemacht hat in der Form nicht mehr macht.
00:08:15: also sie gibt dir keinen Halt mehr sie gibt ihr kein Kompass mehr.
00:08:18: Du weißt überhaupt gar nicht mehr wo du stehst.
00:08:21: so und wenn du noch älter bist sagen wir mal über sechzig dann ist all das was du kanntest es weggebrochen Und dann stehst du da und musst jetzt auch noch gegen sehr laute Leute kämpfen und hast die Mittel nicht mehr dafür, weil du nicht mal weißt was du zur Hand nehmen sollst.
00:08:35: Und zu den Leuten spreche ich und sag' die Mittel sind immer noch genau die gleichen!
00:08:39: Du musst weder Influencer sein oder musst du irgendwie vorne auf einer Titelseite eines Magazins stehen.
00:08:44: Du kannst immer noch rausgehen, du kannst immer auch deinen Abgeordneten anschreiben... ...du kannst dich immer noch mit deinem Nachbarn unterhalten,... ...du kann es immer noch in ein Gespräch neutral hineingehen,... ...Du kannst immer nochmal andere Meinungen zulassen.
00:08:57: Es liegt ja an dir!
00:08:59: Also du bist es am Ende, der wenn er sieht das Gegenüber macht dich musst Du entscheiden was du machst.
00:09:05: daran hat sich gar nichts geändert.
00:09:06: aber wir sagen Es ist überforderung.
00:09:08: Es ist so viel los.
00:09:10: Wir kommen nicht mehr hinterher es ist gar nicht so viel Los.
00:09:13: da sind rechte.
00:09:14: die wollen in deutschland den faschismus zurück haben.
00:09:16: Das ist ganz einfach ist überhaupt nicht kompliziert.
00:09:19: Und dann müssen wir uns das gegenstellen, also insbesondere gegen diese eine Sache weil die hochgradig gefährlich für unsere Gesellschaft ist.
00:09:26: und ich verstehe nicht wo man dann sagt ich weiß nicht was ich machen soll dagegen.
00:09:30: ja klar wenn ich zu jemandem hingehe ich möchte mit ihm unterhalten und dieser Mensch sagt mir irgendwas was mir nicht passt und ich suche sofort irgendwie du bist nazi Hat früher auch nicht gut funktioniert.
00:09:40: Aber du suchst das Gespräch ja wirklich mit extrem unterschiedlichen Menschen, also die Menschen im Talier Theater zu adressieren ist.
00:09:46: als eher eine recht privilegierte Gruppe würde ich sagen da den Appell an die zu richten, da kriegst du natürlich Standing Ovation dafür.
00:09:52: Du gehst aber eben auch zur Neonazis und sprichst mit denen.
00:09:54: wie spricht man mit einem Neonazi?
00:09:56: Und warum muss man mit dem sprechen?
00:09:57: Ist
00:09:58: gar nicht anders!
00:09:59: Also die Menschen sind gar nicht so verschieden.
00:10:00: der Neonazzi is... Keine Prozentzahl, aber der ist zu überwiegend halt genauso wie ich.
00:10:06: Also da ist ja ein Teil.
00:10:07: seine Ideologie ist anders Aber ansonsten macht er auch die all die Sachen die ich auch mache.
00:10:10: Wie schaffst du es dass der dir zuhört?
00:10:11: weil ich auf die erst mal mit den Dingen beginne Die uns einen die uns als mensch einen und das sind Häufig die gleichen Dinge, das sind Sorgen.
00:10:20: Er hat nur andere Lösungen dafür aber wir haben die gleichen Sorgen und die gleichen Zukunftsängste.
00:10:26: Wir gucken relativ gleich in die Vergangenheit zurück.
00:10:28: Das ist nicht anders!
00:10:29: Nur wie wird es interpretieren?
00:10:31: Und was will dann daraus machen?
00:10:32: Was für Schlüssel wird rausziehen Wie wir das verändern wollen, das geht auseinander.
00:10:36: Das ist aber nur ein kleiner Teil!
00:10:37: Das ist quasi die Aktion... ...aber ich steige ja nicht mehr der Aktion ein.
00:10:41: Ich steige eher damit ein was-is.
00:10:43: Was haben wir für Gemeinsamkeiten über die wir reden können?
00:10:46: Damit – ich weiß es ja – dass der Neonazi auch die gleichen Probleme hat wie ich.
00:10:50: Der Neonazi weiß aber das andersherum häufig nicht und wenn ich ihm das erzähle, dann sagt er krass!
00:10:54: Das hätte ich ja gar nicht gedacht.
00:10:56: wir haben ja quasi die gleichen Sorgen und Nöte.
00:10:59: Wir gucken auf die Gesellschaft ja genau gleich.
00:11:01: Wir gucken ja auf den Bundestag gleich.
00:11:04: Ich habe gesagt Ja klar natürlich ist sich das sehr ähnlich wie du.
00:11:06: Das hat sich verändert Die Debatte ist anders geworden.
00:11:09: Die Politiker sind andere Leute geworden.
00:11:12: Ich bin auch überfordert mit vielen Dingen die wir in der Gesellschaft aktuell sehen.
00:11:15: Ich finde einige Dinge auch nicht gut wie sie sich entwickelt haben Hätte ich jetzt nicht gedacht.
00:11:19: Dann hast du eine Grundlage.
00:11:20: und dann frage ich den Neonazi?
00:11:22: Glaubst Du, dass das dann Faschismus, das Diktatur, die Einschränkung von Meinungen, das Rassenideologie... Dass das die Lösung dafür ist!
00:11:33: Ist es die Lösung, dass Du und Ich, die wir so ähnlich denken und uns beide die gleichen Sorgen um dieses Land machen, dass du mir das
00:11:42: absprichst?!
00:11:42: Dass wenn Du an die Macht kommst, dass ich hier nicht mehr sein darf oder noch viel schlimmer?
00:11:48: nicht nur sich hier nicht sein darf, so.
00:11:50: Nicht dass ich nur weg muss, sondern dass ich vielleicht auch irgendwie sterben muss?
00:11:53: Ich weiß es nicht!
00:11:54: Und was ist
00:11:55: dann seine Antwort?
00:11:55: Die Antwort ist erst mal schweigen... Dann darüber nachdenken, ganz häufig kommt das was wir Migranten alle kennen.
00:12:03: Du bist nicht gemeint.
00:12:04: also ich meine nicht explizit dich als Person Michelle du darfst bleiben.
00:12:07: Ich möchte aber nicht.
00:12:08: Also es ist für mich Michelle repräsentiert jetzt hier gerade nicht nur Michelle Sondern das ist ja eine Frage dich an die Stelle für.
00:12:14: Du bist doch gut integriert?
00:12:15: Ja genau!
00:12:16: Du bist sehr gut Deutsch und bla bla bla.
00:12:17: das ganze Scheiß den man sich anhören muss Das sagen Leute aber nicht mehr.
00:12:20: Das hat sich schon verändert.
00:12:21: Also das ist schon...das ist schon noch ne Oma Die irgendwo kommt und sagt sie sprechen immer gut Deutsch.
00:12:25: Aber da habe ich jetzt wirklich...da hat die Arbeit im Laufe der letzten zehn Jahre geleistet.
00:12:30: haben als Gesellschaft hat schon funktioniert, dass bei den Leuten angekommen.
00:12:33: Deswegen muss man das den Menschen erklären und ich sage ihnen was die Konsequenzen dafür sind.
00:12:37: Was passiert wenn seine Ideologie sich durchsetzt?
00:12:41: Und wenn er am Ende sagt ja finde ich aber trotzdem gut.
00:12:44: dann muss ich am Ende sagen tut mir leid aber ich finde das nicht gut und ich kann mir das nicht vorstellen und ich möchte damit auch nichts zu tun haben.
00:12:51: und ich finde es falsch und ich werde das bekämpfen.
00:12:54: und dann schaut er mich meistens an Und denkt dann hoffentlich drüber nach über was ich gesagt habe.
00:13:00: Das
00:13:00: Ziel ist es ja auch nicht ein Konsens zu finden, sondern sich gegenseitig zu verstehen?
00:13:04: Das reicht!
00:13:05: Also wir schaffen's halt nicht immer einen Konsenszufind.
00:13:07: Es sind Dinge da sind wir einfach aus Sturheit, Aus Überzeugung, Aus Unwissenheit, aus Lustlosigkeit... Was auch immer sind wir eine andere Meinung und dann müssen wir damit leben dass das so ist solange wir das einfach akzeptieren dass wir anderer Meinungen sind und nicht einfach in das andere Haus gehen und versuchen dort alle Wände braun anzumahlen.
00:13:27: Das ist ein Unterschied.
00:13:28: Wir glauben heute oft viele, dass wir einer Meinung sein müssen.
00:13:36: Die junge Generation ist ganz besonders mit gemeint.
00:13:38: Es ist eine riesige Suche nach Harmonie da weil vielleicht diese Disharmonie die wir aus der Welt sehen so präsent ist.
00:13:46: Weil auch das was Social Media dir als Mensch abverlangt was du ja auch viel spielst aber dann in deiner Realität gar nicht so bist Der Filter ist ja nicht da, wenn du in den Spiegel reinguckst.
00:13:58: Das ist Disharmonie die dort ist und die möchten wir glaube ich in unserem anderen Leben In dem Dialog mit den Menschen auch in dem Gespräch mit den Eltern Mit den Großeltern.
00:14:07: Du kannst ja nicht vorstellen wie viele Leute zu meinen Lesungen kommen und sagen Wie schaffe ich es mein Opa wieder zurückzugewinnen?
00:14:12: Ich lebe vor, weiß ich, in der letzte Woche war ich an der Schule.
00:14:15: Da war ein ganz junger, er war sechzehn und siebzehn Und dann meinte opa wohnt in Halle und der macht gar nicht mit so.
00:14:21: Und dann habe ich mit ihm eine Stunde versucht, Wege zu finden.
00:14:25: Wie er das lösen kann?
00:14:26: Wie er mit Opa wieder ins Gespräch kommt.
00:14:28: so und da hab' ich gesagt aber es ist manchmal so... Manchmal ist einfach Disharmonie.
00:14:32: Manchmal kann man nichts machen und solange Opa jetzt irgendwie nicht losläuft und versucht den Staat zu stürzen müssen wir das akzeptieren.
00:14:40: Aber nimm ihn mit und zeig ihm deine Welt.
00:14:42: Hast du das alles schon mal versucht?
00:14:44: Nein!
00:14:45: So, dann meine ich aber Dann können wir auch nicht erwarten dass er das einfach so macht.
00:14:51: Also es ist sehr viel Arbeit.
00:14:52: Gibt
00:14:52: es denn für dich auch eine Grenze, wo du sagst ab hier macht der Dialog dann wirklich auch keinen Sinn mehr?
00:14:59: Nein meine Arbeit nicht!
00:15:00: Also immer in meiner Arbeit geht's ja darum Dinge abzubilden.
00:15:02: wenn jemand dort steht und den Holocaust leugnet, dann werde ich mich mit ihm darüber unterhalten warum er den Holocaust legt.
00:15:08: Ich werde Bilder zeigen, ich werde Argumente vortragen, ich würde das was wir alle wissen immer wieder wiederholen.
00:15:15: können wir dann in die Psyche der anderen Person, in die Persönlichkeit der anderen Personen und das was den Menschen geprägt hat hineinschauen.
00:15:21: In meinem Privaten wenn ich merke dass sich mit jemandem überhaupt nicht weiterkomme also wenn wir ganz anderer Meinungen sind dann gebe ich auf oder gebe nach oder sage dann ist es halt so.
00:15:32: Problem ist nur die andere Person will das häufig nicht.
00:15:36: Die möchte einfach weiter streiten.
00:15:38: und dann sage ich aber, ich habe jetzt erkannt wir kommen da nicht weiter.
00:15:41: Ich kann...ich akzeptiere deine Meinung, ich verstehe deine Meinung.
00:15:45: Aber ich möchte sie nicht annehmen.
00:15:46: Ich finde sie nicht richtig.
00:15:47: Das war es damit auch.
00:15:49: Solltest du versuchen das tatsächlich umzusetzen?
00:15:52: also wenn es jetzt irgendwie schwierig wird, wenn es verfassungsfeindlich wird Wenn es mit Gewalts enden soll Dann sage ich dann werde ich dagegen vorgehen Wenn ich mitbekomme, dass du das machst.
00:16:01: Dann werde ich dagegen vorgehen mit dem was mir in die Hand gegeben wurde.
00:16:06: Aber das war es jetzt und wir müssen uns darüber nicht unterhalten.
00:16:10: Die andere Person will aber nicht aufhören.
00:16:12: Das ist ein Problem!
00:16:13: Die möchte nicht akzeptieren Dass.
00:16:15: ich akzeptiere, dass sie so ist wie sie ist Und dann muss ich aufstehen und gehen.
00:16:20: Ich hatte das neulich Mit einem guten alten Freund Den ich ein paar Jahre nicht gesehen hatte Und dann haben wir uns wieder unterhalten.
00:16:28: Boah, da sagt ganz viele komische Dinge.
00:16:31: So Schwurbelein und so aktuelle... Ganz eigenartig!
00:16:35: Da hab ich gesagt, aber du warst sonst nicht so was denn passiert?
00:16:37: Neee und siehst du das dann alles nicht?
00:16:39: Und dann habe ich gesagt also... Also tut mir leid, aber dich fällt aus einen Wolken.. Was ist
00:16:43: los?!
00:16:43: Jaa, nee, ich seh' das jetzt alle so.
00:16:45: Dann hab ich gedacht Du weißt sowas.
00:16:46: Lass uns trotzdem diesen Abend irgendwie vernünftig zu Ende bringen Aber lass uns darüber nicht reden.
00:16:51: Ich muss ein bisschen drüber nachdenken wie ich mit dir jetzt umgehe.
00:16:54: Und dann sind wir auseinander an dem Abend und ich hab ihm gesagt Ich glaube also wenn du so bleibst, also wenn Du so festgefahren bist und diese Parolen die ich sonst aus ganz anderen Ecken kenne.
00:17:05: Wenn Du die weiter fabrizierst dann werden wir uns nicht normal treffen und ich bedauere das sehr!
00:17:10: Du kannst Dich weiterentwickeln, Du kannst Deine Meinung verändern mache ich ja auch aber Du bist gerade auf meiner Welt.
00:17:18: Bist Du irgendwo abgebogen?
00:17:20: Ich möchte nicht mit Dir in dieser Ecke dort stehen.
00:17:24: Das hat dann dazu geführt, dass er sich ein paar Monate später bei mir gemeldet hat und gesagt hat sehr viel darüber nachgedacht.
00:17:29: Und das er gemerkt hat.
00:17:32: tatsächlich ich bin irgendwo falsch abgebogen.
00:17:35: Weißt du was der Grund war?
00:17:37: Bei ihm war da Grund Einsamkeit!
00:17:39: Er war, wir haben uns früher... Wir waren ganz viel miteinander.
00:17:43: Wir haben uns irgendwie büros geteilt.
00:17:45: Wir saßen beieinander und haben uns ausgetauscht.
00:17:47: Wir hatten verschiedene Meinungen präsentiert.
00:17:50: Ich habe ihn überzeugt!
00:17:51: Ich bin ein bisschen von meiner Marschroute abgewichen.
00:17:55: Und er ist von seiner Marschhute abgewichet.
00:17:57: Am Ende haben wir uns immer nett unterhalten und was gemacht.
00:18:00: Dann haben wir unsere Zeit lang nicht gesehen.
00:18:01: Ich bin mein Weg weitergegangen.
00:18:03: Es ist einen anderen Weg plötzlich gegangen.
00:18:08: Du hast schon recht, dass es schon komisch was mit mir passiert ist.
00:18:12: Weil wenn ich so überlege... Ich habe eigentlich gar niemanden mehr!
00:18:15: Ich hab mich seit langem auch mit niemandem mehr getroffen.
00:18:18: Das hat mir gezeigt das das was sich immer wieder auf der Bühne predige doch irgendwo ein bisschen Wahrheit ist Wenn die Leute nicht im Dialog sind miteinander einfach nur weil man sich unterhält und aus einem Gespräch herausgeht Und eine andere Sichtweise gesehen hat oder was gespiegelt bekommen hat Oder einfach etwas aufgeschnappt hat irgendwo Das macht was mit dem Gehirn.
00:18:39: Absolut,
00:18:39: stimme ich dir zu!
00:18:39: Ich war mal zu Gast in einem Podcast und wurde gefragt, wenn du dir eine Superkraft aussuchen könntest welche wäre das?
00:18:44: Und dann habe ich mir für die Menschheit eine Perspektivenbrille gewünscht also dass ich meine Brille aufsetzen kann und mich sofort in mein Gegenüber hineinversetzen kann.
00:18:51: Das würde so viele Konflikte lösen auf dieser Welt weil viele Menschen einfach nicht dazu in Anlage sind.
00:18:56: Wenn mich jemand in der U-Bahn anraut und schlecht gelaunt ist, dann frage ich mich als erstes Was könnte er oder sie für Gründe haben wahrscheinlich irgendwelche Päckchen zu tragen?
00:19:06: Perspektivenbrille würde, glaube ich, sehr, sehr
00:19:07: helfen.
00:19:07: Fantastisch!
00:19:08: Ja aber guck mal wir wissen das ja...ja
00:19:10: klar
00:19:10: also die meisten wissen das ältere Menschen wissen das Es ist nicht so schwierig, aber wir haben das Gefühl uns wird irgendwas weggenommen.
00:19:17: Wir sind in einer gesellschaftlichen Phase angekommen wo wir das Gefühl haben dass uns ganz viel weggennommen wird obwohl wir soviel haben wie noch nie zuvor.
00:19:25: Von
00:19:25: den anderen?
00:19:26: Das ist wieder dieses Viere und die Anderen.
00:19:27: Ja,
00:19:28: die anderen Aber die anderen werden gar nicht definiert.
00:19:30: also diese bürgerliche Mitte Die du angesprochen hast zu der ich im Talier gesprochen habe Da denken jetzt ganz wenige Dass die Ausländer kommen und denen was wegnehmen.
00:19:38: Aber die glauben auch dass da Leute sind die kommen um ihnen etwas wegzunehmen.
00:19:42: Das sind dann andere Menschen.
00:19:43: Das ist genauso schlimm, weil es ist niemand da der uns was wegnimmt.
00:19:48: gerade die Welt verändert sich in einer unglaublichen Geschwindigkeit.
00:19:52: ich verstehe das wenn Generation nicht mehr hinterher kommt.
00:19:55: das begreife schon.
00:19:58: Ich muss aber sagen Es isst so wie das ist.
00:20:02: also du musst dich damit auseinandersetzen.
00:20:05: Die Welt war nie stillstand und ich weiß, dass das jetzt rasend schnell geht.
00:20:09: Und die Verbindungen im Gehirn kann man nicht herbeizaubern.
00:20:13: Also einige Dinge muss man lernen!
00:20:14: Wir wissen ganz genau mit fünf lerne ich eine Sprache besser als mit fünftig so... Das hat was mit meinem Gehirnen zu tun.
00:20:19: Hat ja nicht etwas mit Drufheit zu tun sondern mit dem was da verbunden ist.
00:20:22: Und wenn jemand irgendwie sagt du ich versteh aber diese Apps gar nicht so intuitiv?
00:20:26: Ich kann da gar nicht richtig
00:20:27: mitmachen?!
00:20:27: Da musst sie sagen dann musst du dich leider anstrengen Weil du erwartest ja auch von einem Fünfzigjährigen, der nach Deutschland kommt.
00:20:33: Dass er nach zwei Jahren fließend deutsch spricht!
00:20:35: Aber selber kannst du keine App bedienen?
00:20:37: Du willst nicht mitmachen und du willst nicht gucken was bei social media passiert?
00:20:40: Du willst dir nicht anschauen was deine Kinder- und Enkelkinder dort konsumieren?
00:20:44: Du wirst nicht in den Dialog treten weil du keinen Bock hast ein Artikel zu lesen um die Meinung der anderen Personen zu verstehen.
00:20:49: das ist dir alles viel zu anstrengend weil Ja da bist du jetzt so alt für aber deine Erwartung ist.
00:20:54: jeder der hierher kommt völlig egal welchen Alters welchen Bildungsstand muss innerhalb von paar jahren fließen sprechen und Goethe zitieren können, so.
00:21:00: Dann ist er integriert!
00:21:02: Alter das geht nicht.
00:21:03: also dann mal ran ans Handy und zu versuchen irgendwie zu begreifen auf welche Art und Weise insbesondere die Rechten über Social Media Menschen manipulieren.
00:21:14: Und sorry wir haben es jetzt gerade nochmal gesehen Es sind in Rheinland-Pfalz Wahlen gewesen Auf jeder meiner Lesung.
00:21:21: Ich habe unterschiedliches Publikum Das weißt du je nach dem Kontext wo ich grade bin.
00:21:25: Aber ein Publikums sind Menschen die sind jenseits der die dort sitzen.
00:21:29: Und dann sage ich den immer, es sind ja nicht sie, die sich hier sitzen, die die AfD wählen.
00:21:34: Es ist... Die AfD bekommt aus allen Lagern, bekommt sie Stimmen.
00:21:37: Ja!
00:21:38: Aber eine Sache ist immer gleich bei der AfD.
00:21:41: Sie gewinnt immer, immer, Immer, immer bei dem ganz Jungen.
00:21:45: Sie Gewinnt immer bei den Erstwählern und sie hat auch wieder in Rheinland-Pfalz.
00:21:49: Hat sie wieder bei den achtzehn bis fünfundzwanzigjährigen gewonnen?
00:21:52: Sie hat NICHT bei den fünfundsechzigjährigen doch versuchen zu verstehen, was manipuliert einen achtzehnjährigen.
00:22:01: Achtzehnjährige ist doch nicht böse!
00:22:03: Der weiß das nur nicht wie oft ich mit achtzehnten... Ja da stimmt ne da stimmt ja da stimmt bis ich mich gefunden habe.
00:22:10: Ich hab' mich immer noch nicht richtig gefunden.
00:22:12: und wenn man das weiß Alter dann sag ich dann musst du dich doch.
00:22:16: nein bleiben sie mir welche Abdullahi mit diesem ganzen Social Media?
00:22:20: Ich kann das nicht wo ich denke aber die AfD kann das super Und es wählen ganz viele achtzehnjährige diese Partei und das ist nicht
00:22:28: gut, Leute.
00:22:28: Die haben neuen Rekord aufgestellt bei den Landtagswahlen genau das erreicht, was sie sich vorgenommen haben.
00:22:34: Und jetzt kannst du auch natürlich um nochmal über deine Rolle als Kulturschaften dazu sprechen.
00:22:38: Auch sehr viel dafür tun weil Kultur ist ja heute kein Luxus gut sondern so essentiell und wichtig für eine demokratische und pluralistische Gesellschaft.
00:22:47: Welche Erwartungen hast Du an Kulturpolitik?
00:22:52: Vor allem wenn wir uns anschauen wie stark der Kulturstaatsminister Wolfram Weimar gerade in der Kritik stand erst beim Einmischen bei der Berlinale Intendanten dann beim Eingreifen in den deutschen Buchhandelspreis, indem er den Verfassungsschutz eingeschaltet hat.
00:23:05: Also da passiert ja auch unheimlich viel.
00:23:08: Welche Erwartung hast du hier als Kulturschaffender und welche Erwartungen hast du auch an dich selbst um die Demokratie zu retten?
00:23:14: Ich nehme zunehmbar dass wir uns in einem Kulturkampf befinden.
00:23:19: das ist ein großes Wort und es ist zu Recht ein großes wort weil es schwierig ist wenn man in den Kulturkampf hineingeht.
00:23:27: dann geht man an die an die Basis einer jeden Gesellschaft und wie sich diese Gesellschaft definiert, was sie aufgebaut hat.
00:23:34: Was für Erfahrungen sie gemacht hat und was ihr daraus ableitet?
00:23:37: Wie spielt eine Gesellschaft Romeo und Julia?
00:23:40: Was für Stücke werden an Theatern aufgeführt?
00:23:44: Welche Möglichkeiten gibt man jungen Menschen um Kunst darzustellen?
00:23:48: Was passiert im öffentlichen Raum?
00:23:50: Was sehen wir?
00:23:51: Wie steht es um Graffiti?
00:23:54: Ganz viele Fragen, die die Gesellschaft durch das visuelle draußen prägen.
00:23:59: Menschen, die Kunst und Kultur interessiert sind aus Interesse, die bewusst dorthin gehen um sich eine Ausstellung anzugucken und daraus was mitzunehmen.
00:24:06: Junge Leute, die damit noch gar keine Berührung haben, um ihnen einen Weg zu zeigen... die Sachen, die wir in der Schulzeit gemacht haben und die Theaterstücke, die ich irgendwie so zwischen achtzehn und fünfundzwanzig besucht habe.
00:24:20: Die vergesse ich einfach nicht!
00:24:21: Die haben mich geprägt... Ich wusste das damals nicht, dass sie mich prägen aber die sind bis heute im meinem Kopf präsent.
00:24:27: einige Sachen, wie ich eben in den letzten Monaten gesehen habe, sind gar nicht so präsend.
00:24:30: Einige Sachen ,die ich in den letzen Jahren gesehen habe sind gar nie so präsent.
00:24:34: Aber was mich als Jugendlicher geprägte hat ist sehr präsente.
00:24:38: Und dieser Kulturkampf, den wir jetzt führen Der ist auf eine andere Art und Weise gefährlich.
00:24:43: Der ist so tiefengefährlich, weil er so unsichtbar ist.
00:24:45: Weil wir das nicht mitbekommen.
00:24:47: Weil man nicht so genau weiß was in dem Theater passiert.
00:24:49: Weil auch die Leute gar nicht so wissen, was der Weimar da so macht und wer ist und was seine Position ist... ...und was es überhaupt ein Kulturstaatsminister und was keiner überhaupt entscheiden.
00:24:58: Das ist so abstrakt!
00:24:59: Dann ist es bundesweit.
00:25:00: Es passieren so Dinge, mit meiner eigenen Umgebung nichts zu tun habe.
00:25:04: Ich hab gar keine Ahnung, was in Berlin in einem Theater aufgeführt wird so aber im Talier gehe ich ja dran vorbei, ich lese es zumindest was da drüber steht, sobald er einfach dran vorbeigehe oder man Flyer in die Hand bekommen habe.
00:25:14: Das
00:25:15: ist eine große Gefahr für unsere Demokratie dass wir gerade dabei sind die Kultur zu verkaufen und das meine ich genauso weil ich viel auftrete.
00:25:28: Es gibt Theater die mir sagen Wir können deinen Stück dein Buch nicht ankündigen, du kannst nicht zu uns kommen.
00:25:35: Weil es ist unser Land.
00:25:36: wir dürfen Deutschland nicht den Rechten überlassen.
00:25:38: wenn das ins Programm gehen sollte Dann wird die AfD Uns Die Hölle heiß machen hier.
00:25:45: die werden uns mit Anfragen bombardieren die werden im Brandschutz Kommen die Werden Hier Sachen Überprüfen.
00:25:50: darf ich fragen ob dass ein ostdeutsches Thema
00:25:52: ist?
00:25:53: Nein in Ostdeutschland Es ist noch gravierender.
00:25:57: in Ostdurchland gibt es schon gar nicht mehr so viele orte wo ich auftreten kann.
00:26:02: Da sind die Kulturinstitutionen entweder weggespart oder sie sind einfach gestorben und sind nicht wieder aufgebaut worden, weil es keine Nachfolger mehr dafür gab.
00:26:10: so Leute, die viele Jahre lang etwas mit Herzblut gemacht haben.
00:26:13: Ich habe mir das Zentralkomitee auf dem Steindamm Das ist das Politbüro gewesen von Lisa Pollitt und Gunther Schmidt Und die beiden haben das in meine Hand gegeben!
00:26:23: Ich wollte das gar nicht.
00:26:24: Aber ich wusste dass wenn ich das nicht übernehme Dass niemand kommt der das übernimmt Niemand Heute das möchte keiner mehr.
00:26:32: Das ist einfach so viel Arbeit, es ist ein großes Risiko und du weißt nicht was am Ende bei rauskommt.
00:26:37: Und ich dachte mir wenn diese Bühne stirbt dann hat Hamburg einen Zwei-Hundertfünfzig Mann Frau Saal weniger wo Kultur stattfinden kann.
00:26:45: Es war eine super Entscheidung das zu übernehmen weil wir jetzt mit unserem Programm was wir dort haben natürlich prägen.
00:26:52: Mein Kollege Christian Meier, der die Dramaturgie für das Haus macht überlegt sich sehr genau wen wir einladen und wir laden Unterbund ein.
00:27:01: Obwohl wenn man so Programm anguckt obwohl wir so bürgerlich links stehen haben wir aber auch sehr viel konservativ bürgernich mit drin.
00:27:09: Wir haben auch Experimente, wir haben auch Veranstaltungen wo nur irgendwie zwanzig dreißig Leute kommen weil ich habe gar keine Ahnung.
00:27:15: diesem Künstler muss mir eine Bühne geben Der wird sich irgendwann auch entwickeln und ich bin einer dieser Künstler, die dort aufgetreten sind irgendwie von niemandem.
00:27:23: Und diese Räume, die übernehmen viele in Ostdeutschland schon gar nicht mehr.
00:27:29: In Westdeutschen wird das von der AfD teilweise top ediert und mit Teilweise meine ich eigentlich ziemlich oft weil... Ich war an fast keinem Theater, habe jetzt glaube ich fünfzig, sechzig Lesungen im Buch gemacht.
00:27:40: Ich war am keinem Theatre wo das nicht Thema war.
00:27:43: was ist es im Programm?
00:27:44: Was spielen wir wie kommunizieren wir das Und wie wird das von der Politik, von außen gesehen und dann Einfluss genommen?
00:27:54: Also es ist nicht Herr Weimar, der hier einfluss nimmt auf irgendetwas.
00:27:57: Es sind...es ist die AfD, die bundesweit überall in jeder Kommune vertreten ist und Einfluß nimmt.
00:28:05: Aber wir warten darauf dass der Kulturkampf erst losgeht wenn Alice Weidel Bundeskanzlerin geworden ist.
00:28:11: Sie isst längst Bundeskantlerin In ganz vielen Teilen von Deutschland die Freiheit wegzunehmen.
00:28:19: Das ist Kulturkampf und das sehen wir, man kann sich gar nicht das vorstellen dass in Deutschland etwas aufgrund seines Titels nicht gespielt werden kann.
00:28:28: Das... ist doch absurd oder nicht?
00:28:30: Ehrlicherweise
00:28:31: kann man es sich nicht vorstellen.
00:28:32: Aber es ist so!
00:28:34: Aber wir hören es nicht und wir sehen es nicht.
00:28:36: aber ich gehe über und erzähle das und sage das ist schon Nicht wenig.
00:28:40: Und
00:28:40: dieser Kampf für die Freiheit, von dem du sprichst, den führst du ja schon sehr lange in Deutschland und jetzt gerade auch als Deutsch-Iraner bist du natürlich eine ganz wichtige Stimme der iranischen Diaspora.
00:28:51: vielleicht können wir.
00:28:52: das ist ein sehr komplexes und sensibles Thema aber vielleicht eine kurze Frage dazu.
00:28:57: Die iranische Diasbora ist sehr gespalten was diesen Krieg in Iran gerade angeht.
00:29:01: Aber trotzdem sind sie sich alle einig darin dass sich etwas verändern muss dass dieser Umbruch gerade unheimlich wichtig ist nach all der Zeit, nach allem was passiert ist.
00:29:11: Was eint diese Menschen und was kann vielleicht auch die europäische Gesellschaft von diesen unheimlichen resilienten Menschen
00:29:19: lernen?
00:29:19: Dass wenn man gespalten ist trotzdem zusammenhalten kann und gestärkt daraus hervorgehen kann.
00:29:24: Das ist eine sehr interessante Frage.
00:29:26: wo jetzt wo du das sagst muss ich mich damit sogar noch mehr beschäftigen?
00:29:30: aber ja wir können etwas daraus mitnehmen.
00:29:32: also Iraner sind neunzig Millionen und genauso verschieden wie neunzig Millionen halt nun mal sind.
00:29:39: So ist so!
00:29:39: Die haben verschiedene Meinungen, verschiedene Ansichten, sie sind aus verschiedenen politischen Lagern wünschen sich für die Zukunft des Iranes verschiedene Dinge aber nach siebenundvierzig Jahren Terrorherrschaft der Mullahs sind alle in der einen Frage das die wegmüssen geeint?
00:29:56: Nach den Massakern auf den Straßen von Tehran und von Lasht, von Isfahan und von allen anderen Städten dieses Landes Sind die Menschen geeint, dass das in dieser Form nicht mehr geht?
00:30:05: Und die Menschen haben verstanden.
00:30:07: sie müssen ein wenig ihre eigenen politischen Überzeugungen runterschrauben und man muss kleinere Gemeinsamkeiten finden.
00:30:17: Weil man weiß ansonsten spielt man denen Indikaten weil man zerstritten ist!
00:30:22: Und heute, im Jahr zwanzig, muss ich dir sagen, dass die iranische Diaspora so geeint ist wie noch nie.
00:30:28: Wir haben früher Demonstrationen gehabt, wir sind ja in Hamburg und in Hamburg standen immer so irgendwie vier verschiedene Gruppen auf der Mönchelbergstraße.
00:30:34: Und meine deutschen Freunde haben mich gefragt warum stehen die immer so verschieden?
00:30:37: Da habe ich gesagt ja das sind also musst du dir vorstellen als wären das ganz verschiedene Parteien.
00:30:41: Die sind im anderen Land und die möchten irgendwie die Freiheit für Deutschland was eine Diktatur geworden ist.
00:30:46: Und die einen sind AfDler und einige sind wie Linke und einige wissen nicht was sie sind und einige konservative.
00:30:53: und dann gibt es noch die Gläubigen und da gibts noch keine Ahnung.
00:30:57: Jetzt haben wir Demonstrationen in Deutschland aus der iranischen Diaspora von zweihundertfünfzig dreihunderttausend Menschen, nicht mehr von fünfzig und davon vier Gruppen.
00:31:06: Das hat gezeigt dass die Leute erkannt haben Wir müssen uns einigen!
00:31:10: Und wenn wir uns geeinigt haben, müssen wir uns einen.
00:31:13: Dann können wir gemeinsam gegen diesen großen Feind islamische Republik vorgehen.
00:31:18: Das ist eine Sache wie in Deutschland gerade dabei sind zu erreichen.
00:31:27: kleinen Etappen, wenn wir die großen Demonstrationen haben.
00:31:31: Als es diese Konferenz da in Potsdam gab, als es die gemeinsame Abstimmung im Bundestag zwischen Union und AfD gab... Da gibt es die Demonstraktion!
00:31:40: Da gehen die Menschen raus und einen sich.
00:31:42: Es ist aber noch zu wenig.
00:31:43: Wir müssen uns auch viel mehr im Inneren einigen.
00:31:46: Also wir müssen uns auch in unserer Nachbarschaft einen.
00:31:48: Wir müssen uns mit den Menschen, die im Bus links und rechts von uns sitzen, einen.
00:31:54: Wir mussten uns solidarisch an die Seite der Kulturschaffenden stellen.
00:31:58: Wir müssten vielleicht Politiker auch anderer Parteien unterstützen, die wir nicht immer gewählt haben wenn wir sehen.
00:32:04: aber die gehen den richtigen Weg um die Demokratie zu schützen.
00:32:07: Und ich glaube in diesem Einigungsprozess sind wir gerade.
00:32:12: Ich kann nur von meinen Lesungen berichten Es werden immer mehr.
00:32:18: Und ich meine nicht die Orte, wo ich sonst lese in Theatern und irgendwie weiß ich nämlich einen großen Seelen, wo die Leute irgendwie Eintritt bezahlen und kommen um sich mit mir da irgendwie auszutauschen oder zuzuhören sondern wenn ich so Stadtteil-Kultur unterstütze, wenn ich irgendwie Bürgerschaftsinitiativen unterstütze solche Dinge... Da waren.
00:32:39: vor einigen Jahren bin ich auch hingegangen, aber in Seniorenheim oder was weiß ich was über wo.
00:32:44: ich denke da brauchen die Leute Unterstützung.
00:32:46: Weil sie fragen kannst du kommen?
00:32:49: Wir würden uns freuen weil wir brauchen irgendwie muss unser Akku wieder aufgeladen werden so.
00:32:53: Da saßen so dreißig vierzig fünfzig sechzig Leute jetzt sitzen da vierhundert fünfhundert sechshundert Leute und die Veranstalter sagen mir wir hätten das Doppelte hier rein bekommen.
00:33:04: So Und dann das müssen wir das müssen wie auch benennen.
00:33:08: Der Widerstand in der Bevölkerung wird immer größer.
00:33:12: Und er muss größer werden, weil wenn das mit der AfD sonst von Rekordergebnis zu Rekord-Ergebniss weitergeht – wir haben ja noch Wahlen in den neuen Bundesländern – wenn dort tatsächlich die AfD den ersten Ministerpräsidenten stellt?
00:33:30: Dann werden wir das auch in Hamburg zu spüren bekommen!
00:33:32: Es wäre wünschenswert, dass In Anfangsstrichen bequeme Mitte.
00:33:36: Nicht erst anfängt wieder auf die Straße zu gehen, wenn jetzt auch die nächsten Wahlen hinter uns sind und dass man nicht fünfzig Jahre Unterdrückung braucht durch irgendein autoritäres Regime um endlich mal zur Handeln.
00:33:51: Das sind alles düstere Aussichten.
00:33:53: Gleichzeitig merkt man bei dir diese unheimliche Widerstandskraft, diese Resilienz und diese Motivation.
00:33:59: du wirst nicht müde mit allen möglichen Menschen zu sprechen.
00:34:02: das macht schon so lange.
00:34:03: gleichzeitig schreibste auch in deinem Buch dass wir uns hier am freien Fall befinden Und wir sind kurz vor dem harten Aufprall.
00:34:09: Wir müssen uns langsam überlegen wie wir aufprallen wollen.
00:34:11: oder wollen wir auf der Wieseland aufm Betonboden aufklatschen?
00:34:14: Was gibt ihr trotzdem die ganze Zeit?
00:34:16: Motivations weiter zu machen und vor allem auch Hoffnung.
00:34:19: bist du hoffnungsvoll?
00:34:20: weil ich nämlich als voll wahr.
00:34:21: Weil die hat man immer das Gefühl, Leute wir können noch die Kurve kriegen wenn ihr euch jetzt zusammenreißt.
00:34:26: ist es so?
00:34:26: Ja
00:34:26: ja also natürlich.
00:34:28: was
00:34:28: gibt dir Hoffnung?
00:34:29: Die Menschen mit denen ich spreche Ich sehe die ja den ganzen Tag.
00:34:32: Also ich seh halt nicht Den ganzen tag Schreckliches als ich auch.
00:34:37: aber ich sehe nicht den ganzen tach.
00:34:39: nur hoffnungslosigkeit weil ich im Dialog Mit den menschen bin.
00:34:42: ich glaube nicht die ganze zeit Zuhause sitzen würde am handi Dann würde ich Hoffnungslosigkeit sehen irgendwann.
00:34:47: Ich würde da gar nicht mal rauskommen.
00:34:49: Und das ist ja bei sehr vielen Menschen so.
00:34:50: Doomscrolling ohne Ende, Kriegsbilder ohne Ende
00:34:53: und auch hier Rente... Also viel Hoffnunglosigkeit ist ja auch aus Deutschland heraus.
00:34:59: Armut?
00:34:59: So alles Armut, Rente irgendwie, Krankenkasse.
00:35:03: Sexualisierte
00:35:03: Gewalt.
00:35:04: Ohja, ohja, also da haben wir sehr viele Dinge über die wir reden können.
00:35:09: Die Inflationen, die weiß ich habe keine Ahnung, Überforderung mit E-Autos und Lastenfahrrädern.
00:35:14: Also es sind ja viele Sachen von den Menschen bevorlaut sind, aber ich seh die!
00:35:18: Ich rede mit den Leuten und die Leute kommen zu mir und sagen so Ja ne wie krieg das hin?
00:35:21: Und wenn du das zu mir sagst dann muss ich quasi Echo sein dafür.
00:35:25: Muss das wiederholen und muss sagen dass es so viele... Weil viele möchten das hören.
00:35:28: Viele hören das in sich selber aber vielleicht ein bisschen leiser.
00:35:32: und dann komme ich und sage guck mal Du hörst das ganz leise Aber hier sitzen fünfhundert Leute die das auch alle leise hören.
00:35:38: Wenn wir das jetzt alles mal laut machen ist es da.
00:35:41: deswegen bin ich immer hoffnungsvoll in dem was ich tue.
00:35:45: das ist ein teil auch meine aufgabe diese hoffnung zu verbreiten aber nicht aus irgendwie aus naivität heraus oder aus opportunismus sondern Weil ich wirklich dran glaube, weil ich nicht glaube dass die deutsche Gesellschaft, die ich sehr schätze in der ich groß geworden bin und von der ich so viel gelernt habe.
00:35:59: Und die ich aber auch selber geprägt habe also es ist ein Geben- und Nebengewesen aus verschiedenen Richtungen.
00:36:04: Ich glaube nicht das wir das aufgeben dürfen und ich mache das auf gar keinen Fall.
00:36:08: Also ich lass das was hier erreicht wurde.
00:36:10: ich gibt das nicht auf und ich glaube dem folgen Menschen und ich sehe das ja Dass dem menschen folgen und solange den menschen Folgen und es immer mehr werden muss ich da sein.
00:36:19: Das ist gar keine Frage von ob ich sondern es ist für mich eine Pflicht, das zu tun.
00:36:24: Und deswegen denke ich gar nicht darüber nach ob ich müde werde oder nicht, sondern ich nehme das einfach so hin.
00:36:30: Es ist so!
00:36:30: Ich muss das einfach machen und ich tue das jetzt.
00:36:34: Zum Abschluss nochmal an dich die Bitte in einem Satz zu sagen wie können wir Gesellschaft besser machen?
00:36:40: Also du weißt es kein einer Satz sein kann weil... Wir müssen die Gesellschaft nicht besser machen.
00:36:46: Wir müssen Die Gesellschaft einfach akzeptieren wie sie ist.
00:36:50: Und das ist schon eine Menge!
00:36:52: Jetzt sagt jemand, ja aber ich kann da nicht akzeptieren dass die Rechten dort sind... Aber wir müssen das alle akzeptiert, d.h.
00:36:59: die Rechte müssen auch akzepttieren, dass jetzt hier die Migrantennummer sind.
00:37:04: bin durch die Innenstadt gefahren.
00:37:07: Da war so ein Typ in einem Lkw und dann waren zwei Jungs, die haben Händchen gehalten.
00:37:11: Dann guckte er demonstrativ rüber und schüttelte also den Kopf.
00:37:15: Ich dachte für wen zu Hölle schütelst du da gerade den Kopf?
00:37:20: Also was haben diese beiden Jungs dir getan?
00:37:23: dass du so in deinem Auto den Kopf schückelst?
00:37:27: Der muss das auch akzeptieren, dass es so ist wie das ist.
00:37:31: Die Verbesserung wird eintreten, wenn wir akzeptieren, dass unsere Gesellschaft so ist wie sie ist und dass wir nebeneinander existieren müssen.
00:37:41: Und das die Grund Dinge, die wir haben vor achtzig Jahren in so einem Büchlein aufgeschrieben worden sind und dass das ganz wunderbare Artikel sind, die dazu führen super nebeneinander her leben können.
00:37:52: Wenn wir das gemacht haben, dann müssen die Ärmel hochkrempeln und müssen uns den elementaren Problem unserer Gesellschaft stellen, die alle bekannt sind.
00:38:01: Ob es nun eine Krankenkasten- und Rentenreform ist oder ob es die Einsamkeit der Menschen ist, ob es zu viel Social Media ist, keine Ahnung, Umweltverschmutzung, das kennen wir.
00:38:12: aber um diese Sachen kümmern wir uns aktuell überhaupt gar nicht.
00:38:14: Wir schreien uns gegenseitig an.
00:38:16: also mehr Akzeptanz Für das andere.
00:38:19: und was du gesagt hast, das möchte ich noch mal verstärken und betonen.
00:38:23: Wenn jemand grimmig daherkommt, einmal darüber nachdenken warum dieser Mensch vielleicht so ist?
00:38:28: Er meint in neunundneunzig, neun Prozent der Fällen.
00:38:31: er meint wahrscheinlich in hundert Prozent der fällen.
00:38:33: Meint er nicht dich da?
00:38:35: es irgendwas anderes?
00:38:36: Und dem so zu begegnen, ist schon die halbe Miete.
00:38:39: Da
00:38:39: ist viel gewonnen!
00:38:40: Ganz ganz herzlichen Dank.
00:38:41: ich möchte noch ganz kurz unsere Zuhörende darauf hinweisen wer dich nochmal live erleben möchte.
00:38:46: Ja
00:38:46: oh Gott wo bin ich denn?
00:38:47: Du bist... Pass auf Ich hoffe du weißt es selbst auch schon am sechsten Mai um neunzehn Uhr im Körberforum bei der Veranstaltung mit dem Titel autoritäre Zeiten zwischen Zugehörigkeit und Ausgrenzung.
00:38:58: Du wirst mit der Journalistin Sheila Bijat diskutieren und das wird auch ein Livestream geben.
00:39:04: Wer nicht persönlich vor Ort sein kann Sehr gut Vielen, vielen Dank.
00:39:06: Das war sehr spannend
00:39:07: und Spaß gemacht mit dir
00:39:09: zu diskutieren.
00:39:09: Nicht alles Gute für dich!
00:39:11: Für dich auch.
00:39:18: Gesellschaft besser machen.
00:39:19: eine Podcastproduktion der Körperstiftung.
00:39:22: Projektleitung Amira Naumann Moderation und Redaktion Muster Scherzada.
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