Gesellschaft besser machen

Gesellschaft besser machen

Wie gefährlich ist Vergessen? Jonila Godole über Erinnerungskultur und Demokratie

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Mehr als 35 Jahre nach dem Ende der kommunistischen Diktatur unter Enver Hoxha hat Albanien seine Vergangenheit noch immer nicht umfassend aufgearbeitet. Viele Verbrechen sind bis heute ungesühnt, Opfer warten auf Anerkennung und Entschädigung. Welche Folgen hat diese verdrängte Geschichte für die Demokratie? Und warum ist eine kritische Erinnerungskultur so wichtig, um autoritäre Denkmuster zu erkennen und demokratische Werte zu stärken?

In der neuen Folge von Gesellschaft besser machen spricht Moderatorin Muschda Sherzada mit der albanischen Professorin Jonila Godole über die Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur in Albanien und die Bedeutung historisch-politischer Bildung für demokratische Gesellschaften. Godole leitet das Institute for Democracy, Media and Culture in Tirana und engagiert sich seit vielen Jahren für eine kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ihres Landes.

Wie wirkt die Vergangenheit bis heute fort? Im Gespräch erklärt Godole, warum die fehlende Aufarbeitung der Diktatur das Vertrauen in demokratische Institutionen belastet und autoritäre Denkmuster bis heute fortbestehen. Dabei geht es auch um die aktuellen politischen Proteste in Albanien, die Forderungen junger Menschen nach Transparenz und Rechtsstaatlichkeit sowie die Frage, welche Verantwortung Politik und Gesellschaft für die Erinnerung an historische Verbrechen tragen.

Wie können junge Menschen Erinnerungskultur aktiv gestalten? Mit Geschichtswettbewerben, Zeitzeugengesprächen und Projekten wie „Frag deine Großeltern“ und „Roots & Reels“ ermutigt Godole Jugendliche, ihre eigene Familiengeschichte zu erforschen und unterschiedliche Perspektiven auf die Vergangenheit kennenzulernen. Gemeinsam mit dem europäischen Geschichtsnetzwerk EUSTORY der Körber-Stiftung setzt sie sich dafür ein, historisches Bewusstsein und demokratische Teilhabe über Ländergrenzen hinweg zu stärken.

Die Podcastfolge zeigt am Beispiel Albaniens, warum Erinnerungskultur, Vergangenheitsaufarbeitung und Demokratie eng miteinander verbunden sind – und weshalb die Auseinandersetzung mit Geschichte nicht nur eine Frage der Vergangenheit, sondern auch der demokratischen Zukunft Europas ist.

Gesellschaft besser machen – ein Podcast der Körber-Stiftung

Mehr Infos zu EUSTORY: https://koerber-stiftung.de/projekte/eustory/


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Über diesen Podcast

Wie können wir Polarisierung begegnen – und Europa stärken? In „Gesellschaft besser machen“ spricht Moderatorin Muschda Sherzada alle zwei Wochen mit Persönlichkeiten aus Politik, Zivilgesellschaft, Medien und Wissenschaft über die drängendsten gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit. Verständlich, lösungsorientiert und nah an aktuellen Debatten liefert der Podcast neue Perspektiven, konkrete Ideen und Inspiration für ein starkes Europa und gesellschaftliches Miteinander. Ein Podcast der Körber-Stiftung.

von und mit Körber-Stiftung

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